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Klaus Spazier  Defaul4.gif (4988 Byte)

Sportphysiotherapeut, Masseur und med. Badem. (verstorben)




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Durch eine extreme oder eine dauernd wiederkehrende Bewegung des Unterarms kommt es zu einem "Hartspann" eines oder mehrerer Muskel der Streckergruppe am Unterarm.
Ein Muskelbauch zieht sich um etwa 1/3 oder mehr zusammen und verharrt so. Seine Sehnen sind dadurch stark gespannt.
Durch jeden Muskel zieht ein Hauptnerv, auf den der harte Muskel bei der geringsten Belastung Druck ausübt. Dies löst den Schmerz aus, der sich bis zur Unerträglichkeit steigern kann.
Die Ursprungssehne ist am Epikondylus mit dem Knochen fest verwachsen. An der Ansatzsehne besteht ringsum eine direkte Verbindung mit der Knochenhaut. Die angespannte Sehne zieht nun bei jeder Bewegung an dieser Knochenhaut und löst durch die ständige Reizung ebenfalls Schmerz aus.
Kleine Ablagerungen und Aufrauhhungen an dieser Ansatzstelle wirken wie Schmirgelpapier und mischen bei der Quälerei des Patienten auch noch kräftig mit.
In groben Zügen ist dies die Situation, wie sie sich "innen" beim sogenannten "Tennisarm" abspielt.


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Man muss nicht unbedingt Tennis spielen, um einen "Tennisarm" zu bekommen. Die Bezeichnung besagt lediglich, dass Tennisspieler besonders gefährdet sind, einen solchen zu bekommen.
Eine falsche Belastung des Arms beim Aufschlag, eine unsaubere Haltung beim Slice oder aber die überrissene Rückhand können Auslöser sein. Oft genügt es schon, bei der Rückhand den Ball mit voller Wucht auf den Rahmen zu bekommen. Auslöser kann aber auch ein neuer Schläger sein oder auch nur die zu harte neue Bespannung des Schlägers.
Seit sich der Golfsport in Richtung "Breitensport" bewegt, kommt es vermehrt vor, dass auch Golfspieler mit den gleichen Symptomen zu tun haben. Hier treten die Beschwerden verstärkt an der inneren Seite des Ellenbogens auf. Ursache ist hier vorwiegend eine falsche Technik des Schwungs. Ausgelöst werden die Beschwerden aber auch, wenn Anfänger zu oft mit einem Eisen in den Boden "hacken".
Man muss aber nicht unbedingt Sport treiben, um einen "Tennisarm" zu bekommen. Der Umgang mit Hammer oder Meißel kann die Symptome auslösen, übermäßiges Hantieren mit einem Schraubenzieher, ebenso eine immer wiederkehrende Bewegung des Arms bei einer Fließbandarbeit usw., usw., usw. Es gibt wirklich vielerlei Möglichkeiten, sich diese unangenehme Krankheit einzufangen.

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