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geht es zu meiner zweiten Hackethal-Seite
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Hackethal
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Klaus
Spazier  |
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Sportphysiotherapeut,
Masseur und med. Badem. i.R.
spazier@inprogress.de |
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Die Hackethal Seite
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Er war einer, der mit seinen
Berufskollegen oft hart ins Gericht ging. Manchmal schoss er mit seiner Kritik übers Ziel
hinaus, aber grundsätzlich ging es ihm immer um das Wohl der Patienten.
Nachdem ich nun fast 30 Jahre durch meinen Beruf von Ärzten regelrecht abhängig war, und
in dieser Zeit unendlich viele schlechte Ärzte meinen Weg gekreuzt haben, erlaube ich
mir, kurz bevor ich in den Ruhestand wechsle, auch einmal den Mund aufzumachen. Glauben
Sie mir, ich weiß, wovon ich rede.
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Wechseln
Sie doch mal den Arzt
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Sie werden in einem Geschäft schlecht
bedient!
Sie sind unzufrieden mit Ihrer Autowerkstatt!
Sie sind unzufrieden mit Ihrem Urlaubsquartier!
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Dies nur einige Beispiele, bei denen Sie
sich mächtig aufregen und sicher Konsequenzen ziehen. Bei Ihrem behandelnden Arzt
reagieren Sie anders.
Er darf sich eine Menge bei Ihnen
herausnehmen und Sie leiden still vor sich hin, während er sich mit Ihrer Zustimmung die
Taschen füllt. Diese Aussage klingt sicher ziemlich hart, trifft aber den Nagel auf den
Kopf. Machen Sie sich ruhig einmal Gedanken darüber.
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These: Orthopäden sind die am meisten überschätzten Ärzte!
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Leider ist es heute so,
dass jeder zweite
Patient, selbst wenn ihn nur ein "Furz" quält, zum Orthopäden rennen
muss.
Mindestens 75% dessen, was ein Orthopäde am Patienten leistet, könnte der Allgemeinarzt
oder Internist genau so gut, eventuell sogar besser. Orthopäden sind weitgehend
verzichtbar, jedoch macht sie die Mentalität der Deutschen zu den Spitzenverdienern unter
den Ärzten!
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Jeder Arzt ein
toller Chinese!
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Nicht jeder Arzt
muss unbedingt eine halbe
Million im Jahr verdienen, er könnte auch eventuell mit 10 % weniger zufrieden sein und
damit die Misere der Krankenkassen etwas verbessern helfen.
Die Ärzte sind da anderer
Meinung und haben beschlossen, neue Quellen aufzutun. Wenn die Krankenkasse nicht mehr
Kohle rausrückt, wird der Patient eben direkt angezapft. |
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Die fragwürdige Stoßwellentherapie gehört
dazu, dubiose Spritzenkuren, die mit Sicherheit nur dem Geldbeutel des Arztes helfen oder
aber, und das ist neuerdings "mega in", jeder zweite Arzt ist plötzlich ein
Meister der chinesischen Heilkunst, der Akupunktur. Vor Jahresfrist, als vorwiegend
Heilpraktiker die Nadeln setzten, waren dies für die Doktoren nichts als Scharlatane.
Heute, da man erkennt, dass das richtig Geld in die Kassen bringt, wird die Akupunktur
angepriesen, als wenn Sie von einem "Drücker" ein Zeitschriften-Abo an der
Haustüre aufgeschwatzt bekommen.
Meist ist es Pflicht für einen Arzt, ein
Wochenende mit Ehefrau oder auch mit Freundin in einem 5-Sterne-Hotel zu verbringen, um
die Qualifikation "Meister der Akupunktur" zu erwerben. Diese "Lizenz zum
Abkassieren" ist natürlich nicht ganz billig und muss sich amortisieren.
Akupunktur ist bei einigen Krankheitsbildern sicher sehr hilfreich, wenn aber nach 3
Behandlungen keine spürbare Besserung auftritt, taugt entweder der Behandler nichts oder
aber es ist für Ihre Beschwerden nicht die richtige Behandlungsmethode. Brechen Sie die
Serie ab!
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These: Manchmal produzieren sich
Ärzte die Patienten!
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Ich kannte einen Orthopäden in
Ludwigshafen, der sogar bei Kleinkindern zwei- bis dreimal in der Woche die Wirbelsäule
"einrenkte". Mit solchen und ähnlichen "Behandlungen", die nicht
zwangsläufig notwendig sind, die eventuell sogar bleibende Schäden hinterlassen, werden
Patienten für die Zukunft regelrecht "produziert".
Es gab einmal eine Zeit, da fiel den Krankenkassen auf, dass viel zu viele
Blinddarmoperationen durchgeführt wurden. In letzter Zeit ist aufgefallen,
dass viel zu
viele Herzkatheder gesetzt werden. Demnächst wird vielleicht jemandem auffallen,
dass
viel zu viele Karpaltunnel-Syndrome von Orthopäden operiert werden.
Warum? Dies sind alles keine besonders
komplizierten Eingriffe, man kann dabei nicht sonderlich viel kaputtmachen, sie bringen
aber richtig satte Kohle! Je leerer die Kassen der Krankenkassen sind, um so mehr fühlen
sich die Ärzte in die Rolle der "Abkassierer" regelrecht hineingedrängt.
Ihr Orthopäde z.B. bietet Ihnen als letzten Ausweg eine Spritzenkur für Ihr lädiertes
Knie an. Zehn Spritzen für 300,- DM, die Kasse übernimmt aber leider nicht die Kosten!
Merke:
1. Was die Kasse nicht bezahlt, ist in seiner Wirkungsweise nicht erprobt und der Erfolg
äußerst fragwürdig.
2. Ich sage: Ihr Arzt hat sich zu wenig bis gar nicht bemüht, Ihre Kniebeschwerden zu
bessern. Er hat Sie psychologisch abgecheckt und diese 300,- DM von Ihnen von vornherein
für sein Konto eingeplant.
Ich habe eine Bitte:
Sehen Sie Ihren behandelnden Arzt mehr als
einen ganz normalen Menschen. Er ist mit Sicherheit nichts Besonderes!
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